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Neuenegg-Schiessen

In den acht Jahrzehnten hat das Neuenegg-Schiessen verschiedene Wandlungen durchgemacht. Verändert haben sich Teilnehmerzahl, Schiessplätze und mit ihnen zwangsläufig die Distanzen, Scheibenform, Waffenarten, Kosten, Frauenbeteiligung, Erinnerungspreise und die Herkunft der Schützinnen und Schützen, welche heute fast aus der ganzen Schweiz anreisen.

Mit 245 Schützen hatte man 1913 angefangen; das Jahr 1964 erfuhr mit 980 Teilnehmern die Rekordbeteiligung; seit Jahren erscheinen nun gegen 800 Schützinnen und Schützen. Die weiteste Schussdistanz von 510m (die Scheiben wurden der Grösse wegen damals ne-ckisch „Tennstöri“ genannt) reduzierte sich stetig auf die heutigen 120m.

Neuenegg ist eng mit der altbernischen Geschichte verbunden. Zur Erinnerung an diese historischen Ereignisse findet alljährlich am ersten Märzensonntag das historische Neuenegg-Schiessen statt. Am Anfang, nur 15 Jahre nach dem Erwerb von Laupen, Neuenegg und Forstgebiet, steht 1339 die für Bern siegreiche Schlacht bei Laupen auf dem Bramberg (Denkmal 1853 errichtet). Am Ende des alten Staates retteten am 5. März 1798 Oberländer Truppen in Neuenegg Berns Ehre durch den Sieg gegen eine mehrfache französische Übermacht (Denkmal mit Inschrift von Albert Haller oberhalb Neuenegg, 1866 erbaut: Grabstätte der 135 Gefallenen, Anlage von 1863).

Ort: Neuenegg
Region: Bern-Mittelland
Kategorie: Gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste
Trägerschaft: Sportschützen Bramberg-Neuenegg

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